Bindungstrauma verstehen

Schutzmechanismen als Hülle des Überlebens
 

„Ich trage dich in mir. Du für mich und ich für dich.“

Bindungsverletzungen und Trauma zeigen sich nicht nur im Schmerz.

Nicht nur im Abgeschnittensein.


 

Sie zeigen sich auch in der Kraft,

die in Depression, Dissoziation,

im Rückzug,

in der Wut

oder in starren Glaubenssätzen verborgen liegt.


 

Was von außen wie Schwäche oder Störung erscheinen mag -

ist in Wahrheit eine Hülle des Überlebens.

Ein Netz,

das das Innerste schützt –

das Unversehrte, Bedürftige, Kindliche.


 

So verstanden, ist Bindungstrauma ein Zwischenraum:

inmitten von Wunde und Leben.


 

Der Text „Mein Kokon“ wagt einen liebevollen Blick:

auf eine Hülle,

die sich aus Schutzmechanismen gebildet hat,

wenn Nähe zu früh,

zu verletzend

oder zu überfordernd war.


 

Im Erwachsenenalter darf sich diese Hülle wandeln.

Sie löst sich nicht auf Druck,

sondern im eigenen Tempo:

durch Zeit,

durch Atem,

durch Beziehung.


 

Dann wird sichtbar,

dass all das, was einst schützen musste,

uns heute die Möglichkeit gibt,

selbst zu bewahren,

was einst verborgen bleiben musste.


 

Der Kokon ist nicht gegen uns.

Er ist für uns.

Und er bleibt Teil unserer Geschichte –

als Zeugnis der Weisheit des Körpers.


 


 

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