In einem Meer aus Traurigkeit
Was in mir ist …
Bleibt verborgen.
Bleibt an einem sicheren Ort.
Ich möchte es loslassen –
kann es nicht.
Versuche,
meine Tränen zu trocknen.
Sie trocknen nicht.
Versuche,
mich zu finden.
Finde mich nicht.
Suche den Weg.
Doch sehe
weder Licht noch Schatten.
Ich schwimme.
Ohne Kraft.
Ohne Raum
und Zeit.
Ich möchte fühlen.
Aber das,
was ich fühle,
tut weh.
Und das,
was ich nicht fühlen kann,
liegt wie ein Schleier über mir.
Ich bin eine samtige Hülle.
Mit sich beugendem
Gefühl.
Ich verliere mich.
Schleichend. Leise.
Irgendwann komme ich an.
Schwimme
in einem Meer aus Traurigkeit.
Ohne Gestern.
Ohne Morgen.
Versinke
in einem heilenden Jetzt.
Endlos.
Mein Körper wird taub.
Meine Gefühle unfühlbar.
Und dennoch:
Ich ertrinke –
im Verzweifeln,
im Hoffnungslosen.
Unausweichlich.
Kann meine Tränen nicht halten.
Und nicht mich selbst.
Habe alles versucht -
Gewollt.
Alles gegeben.
Und doch -
wieder - nicht geschafft.
Ich versuche, mich festzuhalten –
aber greife ins Leere.
Kraftlos.
Erschöpft.
Gekämpft.
Und verloren.
Ich möchte trauern –
doch ich kann es nicht.
Fühle mich fremd in meinem Körper.
Und doch so vertraut.
Ich suche einen Sinn
und spüre:
Ich möchte mich erholen.
Treiben.
Sinken.
Fließen.
Ich atme.
______________
Ich blicke zurück.
vielleicht –
vielleicht war
diese Traurigkeit
kein Ende.
Sondern ein Anfang.
Und weiß.
An dem Ort,
an dem ich glaubte,
mich verloren zu haben –
habe ich mich
wiedergefunden.
Und ich atme weiter …